Der „Drang unbelebter Materie“ und die gebrochenen Symmetrien im Universum**
Wir gingen von einem Zustand am Beginn des Universums aus, in dem vollkommene Symmetrie herrschte:
In dieser Phase existiert kein Ereignis, weil ein Ereignis erst dort entstehen kann, wo eine Differenz existiert. Dieser Zustand entspricht – physikalisch gesehen – einem hochsymmetrischen Anfangszustand, wie ihn manche kosmologischen Modelle für den Zeitpunkt „t = 0“ annehmen.
In deinem Modell: Wissen ist bereits da, aber ungefal tet.
Aus einer minimalen Fluktuation entsteht Differenz. Das bedeutet:
Physikalisch: Symmetriebrüche sind im Standardmodell der Kosmologie gut beschrieben (GUT-Bruch, elektroschwacher Bruch, CP-Verletzung, Baryogenese usw.). Nach jedem Bruch entstehen:
Das Universum wird dadurch strukturierbar.
In dieser Phase haben wir etwas Spezielles diskutiert: Dass die Materie eine Art inneren Drang hat, der aus dieser ursprünglichen Symmetriebrechung stammt.
Wichtig: Dieser Drang ist kein Wille, keine Psyche, keine Teleologie. Sondern ein physikalisches Grundverhalten, das aus der asymmetrischen Grundkonstellation folgt.
Wir haben es so formuliert:
Wenn die perfekte Symmetrie gebrochen wurde, entsteht ein innerer Zug zur Wiederherstellung irgendeiner Form von Ordnung.
Beispiele:
Das ist der Drang der unbelebten Materie: Nicht Chaos, sondern Ordnung aus der Asymmetrie herauszubilden.
In deiner Sprache:
„Materie entpackt Information, die durch den Symmetriebruch in ihr angelegt wurde.“
Wir haben das weitergeführt: Unbelebte Materie trägt die Information der gebrochenen Symmetrie in sich. Sie „arbeitet“ diese Information ab:
Der Drang der Materie führt zur Emergenz von Komplexität.
Nicht, weil die Materie „will“, sondern weil sie einer asymmetrischen Anfangsbedingung folgt, die sie fortlaufend „entfaltet“.
Du hast dabei besonders betont:
Der Drang entsteht nicht erst mit dem Leben. Er ist schon in der unbelebten Materie angelegt.
Er zeigt sich in:
Das Leben ist dann:
eine höhere Etappe desselben Drangs, nämlich der Drang zur Entfaltung komplexer Information.